Muss ich das Trinkwasser prüfen lassen?

Die Trinkwasserverordnung verpflichtet Unternehmer oder sonstige Inhaber (UsI), abgegebenes Wasser kontinuierlich genusstauglich und rein sowie frei von krankheitserregen- den Keimen zu halten. Bei schuldhaften Verstößen gegen die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Pflichten drohen Vermietern ordnungsrechtliche Bußgelder bzw. Strafverfahren. Zudem haben Vermieter in einem Schadenfall möglicherweise Schadenersatz und unter Umständen Schmerzensgeld zu zahlen, wenn sie ihre Verkehrssicherungspflichten nicht beachten und sich daraus folgend Schadenfälle entwickeln.
Mit Abschluss des Verwaltervertrages wird der Verwalter verpflichtet, mögliche Gefahren- quellen zu erkennen.
Die Trinkwasserverordnung definiert technisch, ab wann eine Trinkwasserbeprobung Pflicht ist:

Alle Trinkwasser-Installationen in Gebäuden, in denen Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird (z.B. in Kindergärten oder bei Vermietung von Wohnungen) und die eine Großanlage zur Trinkwasser-Erwärmung enthalten und die Duschen oder andere Einrichtungen enthalten, in denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt.

Eine „Großanlage zur Trinkwassererwärmung" ist eine Anlage mit

a.) Speicher-Trinkwassererwärmer oder zentralem Durchfluss-Trinkwasser­erwärmer jeweils mit einem Inhalt von mehr als 400 Litern oder

b.) einem Inhalt von mehr als drei Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle; nicht berücksichtigt wird der Inhalt einer Zirkulationsleitung

Entsprechende Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern zählen nicht zu Großanlagen zur Trinkwassererwärmung.

Quelle: Umweltbundesamt

 

Wer haftet für die Qualität des Trinkwassers?

Anders als von vielen angenommen, haftet der Wasserversorger nicht für die Qualität des Trinkwassers in Immobilien. Die Haftung endet am Übergabepunkt, dem Wasserzähler. Ab diesem Punkt liegt die Haftung beim Eigentümer / Verwalter der Immobilie. Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) definiert diese als Unternehmer oder sonstige Inhaber (UsI).

Die Trinkwasserverordnung verpflichtet Unternehmer oder sonstige Inhaber (UsI), abgegebenes Wasser kontinuierlich genusstauglich und rein sowie frei von krankheitserregenden Keimen zu halten. Bei schuldhaften Verstößen gegen die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Pflichten drohen ordnungsrechtliche Bußgelder bzw. Strafverfahren.

Außerdem haben Vermieter in einem Schadenfall möglicherweise Schadenersatz und ggf. sogar Schmerzensgeld zu zahlen, wenn sie ihre Verkehrssicherungspflichten nicht beachten und sich daraus Schadensfälle entwickeln.

Mit Abschluss eines Verwaltervertrages wird der Verwalter verpflichtet, mögliche Gefahrenquellen zu erkennen.

 

Muss ich die Mieter / Bewohner informieren?

Bei Überschreiten des technischen Maßnahmenwertes ist der Eigentümer / Verwalter verpflichtet, unverzüglich die Mieter zu informieren.

Legionellen sind Krankheitserreger und stellen damit eine Gefährdung der Verbraucher dar.

 

Muss ich das Gesundheitsamt informieren?

Bei Überschreiten des technischen Maßnahmenwertes ist der Eigentümer / Verwalter verpflichtet, die Ergebnisse dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Diese Verpflichtung können Sie im Rahmen der Beauftragung zur Probenahme an den Auftragnehmer delegieren.

Der Eigentümer / Verwalter ist verpflichtet, alle Untersuchungsergebnisse unverzüglich schriftlich zu dokumentieren und 10 Jahre lang aufzubewahren.

 

Was ist eine orientierende / systemische Untersuchung?

Die systemische Untersuchung gemäß § 14 Abs. 3 der TrinkwV 2001 entspricht einer orientierenden Untersuchung wie sie im DVGW-Arbeitsblatt W 551 beschrieben wird. Der Begriff „systemisch“ verdeutlicht, dass es nicht um die Feststellung der Legionellenfreiheit an allen einzelnen Entnahmestellen geht, sondern um eine Stichprobe zur Feststellung einer möglichen Kontamination mit Legionellen in Teilen der Trinkwasser-Installation, die einen Einfluss auf eine größere Anzahl an Entnahmestellen haben kann, insbesondere in den zentralen Teilen der Trinkwasser-Installation wie Trinkwassererwärmungsanlage, Verteilern, Steigsträngen oder Zirkulationsleitungen. (Quelle: Umwelbundesamt)

Das zuständige Gesundheitsamt kann eine so genannte „weitergehende Untersuchung“ an weiteren Entnahmestellen anordnen.

 

Was muss ich unternehmen, wenn Keime festgestellt wurden?

Bei Überschreiten des technischen Maßnahmenwertes sind Sie verpflichtet, unverzüglich dem Gesundheitsamt Meldung zu machen.

Außerdem sind gemäß TrinkwV unverzüglich:

  1. Untersuchungen zur Aufklärung der Ursachen durchzuführen oder durchführen zu lassen,
  2. diese Untersuchungen müssen eine Ortsbesichtigung sowie eine Prüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik einschließen
  3. eine Gefährdungsanalyse zu erstellen oder erstellen zu lassen und
  4. die Maßnahmen durchzuführen oder durchführen zu lassen, die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher erforderlich sind.

Wir empfehlen zur unverzüglichen Keimbeseitigung die Durchführung einer Akutspülung.

 

Wann muss ich eine Gefährdungsanalyse erstellen lassen?

Die Trinkwasserverordnung schreibt grundsätzlich bei Überschreitung des technischen Grenzwertes (also bei Vorliegen einer Verkeimung) die Erstellung einer Gefährdungsanalyse vor.

 

Wie sind die zeitlichen Regeln für die Nachbeprobung?

Wird im Rahmen der Trinkwasserbeprobung keine Grenzwertüberschreitung festgestellt, dann ist eine erneute Beprobung nach drei Jahren vorgeschrieben. Das ist der normale Turnus, den die TrinkwV vorschreibt.

Für Immobilien, in denen Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird, ist die Beprobung im jährlichen Turnus vorgeschrieben (z.B. Kitas, Schulen, Sporthallen).

Wurde eine Grenzwertüberschreitung festgestellt, muss der Eigentümer / Verwalter nach Umsetzung der Maßnahmen zur Beseitigung der Verkeimung, dem Gesundheitsamt nachweisen, dass keine Grenzwerte mehr überschritten werden.

Hierzu ist eine erste Nachbeprobung nach Umsetzung der Maßnahme erforderlich.

Wird in diesem Rahmen keine erneute Grenzwertüberschreitung festgestellt, ist nach drei Monaten eine zweite Nachbeprobung und dann erneut nach einem Jahr eine dritte Nachbeprobung vorgeschrieben. Erst danach gilt der normale Turnus zur Beprobung.

Das zuständige Gesundheitsamt kann weitere Auflagen zum Umfang und Turnus der Nachbeprobung machen.

 

Bedingungen der ActiDes "Geld-zurück-Garantie"

Die Geld-zurück-Garantie gilt ausschließlich für Objekte mit bis zu 40 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Wird nach Durchführung einer Akutspülung in der Nachbeprobung weiterhin eine mikrobiologische Keimbelastung festgestellt, erhalten Sie eine zweite Akutspülung zum halben Preis. Ergibt die Nachbeprobung nach der zweiten Akutspülung weiterhin eine mikrobiologische Überschreitung der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung, erhalten Sie die Kosten der Akutmaßnahmen vollständig erstattet. Die Nachbeprobung des Trinkwassers muss dabei innerhalb von 10 Tagen nach Abschluss der Akutspülung erfolgen um auszuschließen, dass eine Neuverkeimung durch bauliche Mängel verursacht wird. Der Auftraggeber muss sicherstellen, dass alle Stränge und Entnahmestellen im Rahmen der Spülung zugänglich sind. Liegt eine Gefährdungsanalyse vor, muss diese ActiDes vor der Akutspülung vorgelegt werden. Ggf. sind darin enthaltene kurzfristige Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Geld-zurück-Garantie umzusetzen. Darauf weist ActiDes unmittelbar nach Vorlage der Gefährdungsanalayse hin.

Haben Sie noch Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne!

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